Gesundheitscoaching
Die berufliche Gesundheitsförderung rückt zunehmend ins Interesse der Öffentlichkeit.Nicht nur die Beschäftigten in Betrieben und Unternehmen wünschen sich gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen,
auch die Führung vieler privater und staatlicher Unternehmen und Organisationen misst dieser Thematik wachsende Bedeutung zu.
Der Strategiebericht des Bundes 2003-2007 hält fest, dass die Gesundheitsversorgung bisher zu exklusiv auf die reparative Medizin fokussiert war und künftig in allen Politikbereichen eine stärkere
Gewichtung der Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention zu berücksichtigen sei.
Erkenntnisse der modernen Personal- und Organisationsentwicklung, die Annahme, dass zwischen der Gesundheit der Mitarbeitenden und der Gesundheit der Organisation eine Wechselbeziehung besteht, sowie
die zunehmende Einsicht einer Mitverantwortung der Betriebe für die Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigten öffnen die Tür für Gesundheitsinitiativen am Arbeitsplatz.
Als wichtiges Ziel für die Gesundheitspolitik gilt, dass sich die Gesundheit der arbeitenden Bevölkerung durch Schaffung gesünderer Arbeitsbedingungen, Einschränkung arbeitsbedingter Krankheiten und
Verletzungen sowie durch die Förderung des Wohlbefindens verbessere. Nach dem Arbeits- und Unfallversicherungsgesetz ist es Pflicht der Arbeitgeber,
für gesunde und sichere Arbeitsplätze ihrer Beschäftigten zu sorgen, und Pflicht der Arbeitnehmer, ihre Arbeitgeber dabei zu unterstützen.
Die berufliche Arbeit stellt den Menschen in der heutigen Zeit vor vielfältige Herausforderungen. Nicht alle sind diesen hohen Anforderungen gewachsen. Belastende Bedingungen nehmen zu, etwa in
der Arbeit am PC oder in der Forderung nach immer grösserer Flexibilität, verbunden mit hohen Erwartungen an Leistung, Teamarbeit, Beziehung und Kommunikation.
Die zu erfüllenden Aufgaben sind heute für viele Menschen komplexer und
vielschichtiger geworden. Im Zeitalter von SMS, E-Mail und totaler Erreichbarkeit werden viele Prozesse beschleunigt.
Bewegungsmangel, Fehlernährung, psychische und physische Überlastungen, Stress und Konflikte kennzeichnen zunehmend den Berufsalltag. Hinzu kommen Umwelteinflüsse, die den Menschen gesundheitlich
beeinflussen: Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Klimaveränderung. Die Zahl von Burnouts und Erkrankungen steigt.
Die Folge sind Arbeitsausfälle und Mehrbelastungen für die anderen Mitarbeitenden, aber auch enorme Aufwendungen in organisatorischer und finanzieller Hinsicht für das Unternehmen.
Gezielte Prävention und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz sollen mithelfen, das Arbeitsklima zu verbessern und krankheitsbedingte Ausfälle abzubauen.
Vorteile für die beruflich Tätigen
• Die gesundheitlichen Interessen werden stärker berücksichtigt, die Mitgestaltung
an der Konzeption und Realisierung der Gesundheitsförderung unterstützt.
• Die Arbeitsbedingungen gestalten sich gesundheitsgerechter, gesundheitliche
Risiken werden vermindert, gesundheitliche Ressourcen gestärkt.
• Gesundheitliche Beratung kann in Anspruch genommen werden, individuelle
Lebensumstände können besser berücksichtigt und gesundheitliche Probleme
leichter bewältigt werden.
• Die Möglichkeiten, gesundheitliches Wissen zu erwerben, erweitern sich; die Voraussetzungen,
sich am Arbeitsplatz gesundheitsgerecht zu verhalten, verbessern sich.
Vorteile für die Betriebe, Unternehmen, Organisationen
• Der Aufbau eines fundierten Gesundheitsmanagements wird unterstützt.
• Aktive Gesundheitsförderung kann in das Profil der Organisation integriert
werden.
• Die Mitarbeitenden sind gesünder und zufriedener, das Betriebsklima gestaltet
sich positiver, Produktivität und Solidarität nehmen zu.
• Kosten und organisatorische Umtriebe werden eingespart durch weniger
Krankheitsausfälle.
• Die Fluktuation von Mitarbeitenden verringert sich.
